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9.9.2010 : 17:08
Letzte Aktualisierung: 23.04.2007

Austausch mit Schülern der Erlebnisinsel La Réunion

Im Mai 2002 hatten etwa 20 Schülerinnen und Schüler erstmalig die Chance, an einem Schüleraustausch mit der fernen Insel La Réunionteizunehmen. Auf der kleinen Insel im Indischen Ozean leben mehr als fünfzehn verschiedene Nationen friedlich zusammen, so dass auch "unsere Réunionaisen" aus verschiedensten Kulturen stammen. Die Einheimischen von La Réunion nennt man Kreolen, sie sind eine Mischung aus verschiedenen Kulturstämmen, sie sind französischer, afrikanischer, indischer oder chinesischer Abstammung. Schon beim Empfang am Flughafen merkten wir Europäer, dass unsere Gäste aus einer anderen Welt kommen. Ein Junge reiste in kurzen Hosen an; in Berlin war es zu diesem Zeitpunkt regnerisch und 10° Außentemperatur. Überall sahen wir, trotz des anstrengenden Fluges, nur strahlende und fröhlich vor sich hinredende Jugendliche, die jedoch furchtbar froren. Die Begrüßung fiel noch etwas schüchtern aus, aber das sollte sich innerhalb weniger Stunden ändern.... Die Austauschschüler hielten uns ständig auf Trab. So wollten sie zum Beispiel in jeder freien Minute auf den Ku-Damm oder auf den Potsdamer Platz zum Einkaufen gehen, da sie Angst hatten, sie würden innerhalb der zwei Wochen nicht genug Zeit haben um alles Gewünschte einzukaufen. Für sie stellt Berlin ein Einkaufsparadies dar: die riesengroße Auswahl an Geschäften und die für ihre Verhältnisse äußerst günstigen Preise ließen sie aus ihrem Staunen nicht mehr herauskommen. Abends trafen sich häufig mehrere Schüler in Gruppen um gemeinsam etwas zu unternehmen. So besuchten wir zum Beispiel das 3D-Kino oder gingen abends in kleine Bars. Dabei stellten wir fest, dass die Réunionaisen beim Feiern viel ausgelassener und temperamentvoller sind als die meisten von uns Deutschen, sie lachten lauthals und tanzeten fast ohne Pause. Da wir Berliner fast immer am Unterricht teilnahmen, und die Franzosen währenddessen ein sehr gut ausgearbeitetes, wenn auch relativ anstrengendes Tagesprogramm absolvierten, vergingen die zwei Wochen viel zu schnell. Den Höhepunkt bildete unsere Abschiedsfeier, die in einem Jugendhaus stattfand. Alle waren traurig darüber, dass die Zeit schon vergangen war und einioge konnten es gar nicht so richtig fassen, dass die Réunionaisen schon am nächsten Tag wieder abreisen sollten. Trotz großem Heimweh ( immerhin waren einige vorher noch nie verreist gewesen ) wären fast alle gern länger geblieben. Doch sie freuten sich natürlich auch sehr, ihre Familen wiederzusehn. Unter Tränen verabschiedeten wir unsere neu gewonnenen Freunde und freuen uns seitdem schon sehr auf unser Wiedersehen im Herbst auf der fernen Insel im Indischen Ozean.