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4.9.2010 : 12:43
Letzte Aktualisierung: 10.11.2009

Arbeitsbericht des Fachbereichs Mathematik zum Schuljahr 2008/2009

Zu Beginn des Schuljahres wurde die Lernausgangslage in Klassenstufe 7 in allen Klassen geschrieben und die Ergebnisse mit den Schülern ausführlich korrigiert und evaluiert. Dabei zeigten sich durchschnittliche Leistungen in den geforderten Kompetenzen und teilweise große Unterschiede in der Behandlung der Geometrie und der Stochastik an den verschiedenen Grundschulen. Dieses Thema wurde im Laufe des Schuljahres in einer außerordentlichen Fachleiterkonferenz für Fachleiter aus Grund- und Oberschulen des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf aufgegriffen und ein gemeinsamer Konsens für die Anforderungen beim Übergang von der Grundschule zum Gymnasium erarbeitet. Die Zusammenarbeit war für alle Beteiligten sehr hilfreich und soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Allgemein bemängelt wurde der erhebliche Zeitaufwand bei der Bearbeitung, Korrektur und Auswertung der Lernausgangslage. Es wurde angeregt, den Umfang der Arbeiten zu reduzieren.

Am 11. März 2009 haben alle Schüler(innen) der achten Jahrgangsstufe an den Vergleichsarbeiten VERA 8 teilgenommen. Trotz der immensen zusätzlichen zeitlichen Belastung wurden alle Arbeiten korrigiert und die Ergebnisse beim ISQ eingegeben. Einige Schüler aus höheren Klassen haben dabei die Arbeiten hilfreich unterstützt. Für die Schüler wenig motivierend war die Tatsache, dass die Ergebnisse in keiner Weise in die schulischen Leistungen einflossen. Bis heute hat es das Institut für Schulqualität in Berlin auch noch nicht geschafft, die Ergebnisse den Schülern mitzuteilen. Wir haben die Ergebnisse intern evaluiert und erhielten nach den Richtlinien folgendes Ergebnis:

Auch für VERA 8 gilt wie für die Lernausgangslage, dass auch hier der Umfang von 25 Aufgaben auf 25 Seiten bei zweistündiger Bearbeitungszeit zusätzlich zum normalen Unterricht kaum zu schaffen war.

Im Mai 2009 wurde in den zehnten Klassen die Arbeiten für den mittleren Schulabschluss geschrieben. Die Vorbereitungen für diese Arbeiten konnten gut in den normalen Themenplan des Mathematikunterrichts bei trigonometrischen Funktionen und Körpern eingebaut werden. Das Doppelstundenmodell ließ hier Platz genug zur Erarbeitung der entsprechenden Kompetenzen. Das Ergebnis ist sehenswert, wenn auch eine Reduzierung der ausreichenden Leistungen für die kommenden Jahre eine Aufgabe für den Fachbereich sein sollte.

(Kopie 1)

Auch mit den Aufgaben des Zentralabiturs kamen unsere Schüler einigermaßen zurecht. Auch hier ist die übermächtige Stofffülle zu bemängeln; die Schüler aßen kaum ihre mitgebrachten Brote oder gingen nur sehr vereinzelt zur Toilette. Diese Erscheinungen wurden auch von allen anderen Fachleitern auf einer regionalen Fachkonferenz bestätigt und entsprechende Mitteilungen an die zuständige Schulaufsicht verschickt. Die Ergebnisse lagen aus diesen Gründen unter den normalen Semesterleistungen etwas zurück.

Zu einem großen Erfolg wurde auch die Teilnahme am Känguru-Wettbewerb der Mathematik am 19. März 2009 der Humboldt-Universität. Es hatten sich 326 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 11 angemeldet; das ist mehr als die Hälfte der Schüler dieser Jahrgansstufen. Mit dieser Zahl liegt die Schillerschule weit über der durchschnittlichen Teilnehmerzahl (100). Es gab einen ersten, einen zweiten und fünf dritte Preise. Nur 83 von 71 345 Schülern der achten Klassen waren bundesweit besser als unser Bester.

Ein Schwerpunkt in diesem Schuljahr war die kompetenzorientierte Überarbeitung des schulinternen Curriculums auf einem Studientag am 25.06.2009. Dieser Studientag wurde fachorientiert durchgeführt. Die Ergebnisse (siehe Anlage) werden im kommenden Schuljahr fortgeführt und ergänzt. Dieser Studientag ersetzte auch die zweite Fachkonferenz in diesem Schuljahr, da ich wegen zweier Operationen darüber hinaus für längere Zeit ausfiel.

Eine gravierende Änderung für die kommenden Jahre wurde auf der Fachkonferenz am 17. 11. 2008 beschlossen: ein Schulbuchwechsel für die Klassen 9 und 10. Wir haben uns entschlossen nach den Elementen der Mathematik vom Schroedel-Verlag nun zu den Neuen Wegen aus dem gleichen Verlag zu unterrichten. Der Inhalt ist erheblich anspruchsvoller aber gleichzeitig auch viel lebendiger, zeitnaher und motivierender. Es wird eine große Aufgabe für die nächsten Jahre sein, die Erfahrungen auszutauschen und zu sehen, wie wir eine Leistungsverbesserung über diesen neuen Weg erreichen können.

Schwerpunkte in der schulinternen Fortbildung im kommenden Jahr sind Daten und Zufall in der Sek. I und Geometrie mit Geogebra. Es sollen Anregungen und Erfahrungen gesammelt und ausgetauscht werden. Herr Brennicke und ich haben sich bereiterklärt, auf den nächsten Fachkonferenzen und anderen Gelegenheiten Tipps und Tricks zu geben.


Gert Grünler

Fachbereichsleiter Mathematik
Berlin, 26. 08. 2009

Arbeitsbericht Ma 2008/09.pdf